Neues aus dem Ökumenischen Informationszentrum

Mahnwache für eine atomwaffenfreie Welt 2019 – wie wars?

Auch 2019 fand zur Erinnerung an die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki 1945 vor der Kreuzkirche vom 6.-9. August eine Mahnwache statt. Dieses Jahr waren die Besucher*innen und Teilnehmer*innen der Mahnwache eingeladen, an einer großen Kette von Kranichen in Origami-Technik mitzubauen; diese gefalteten Papierkraniche sind zum Symbol der internationalen Friedensbewegung geworden.

 

Dienstag, Mittwoch und Donnerstag wurde gefaltet und am Ende konnte eine 40m lange Kette von vielen Menschen von der Mahnwache/Kreuzkirche zum Rathaus von vielen Menschen gehalten werden.
Mit dabei waren der Vertreter des Oberbürgermeisters Dr. Gisbert Porstmann (Direktor der Museen der Stadt Dresden/Städtische Galerie Dresden), zwei Mitarbeiter*innen des Bürgermeisteramtes Abt. Europäische und Internationale Angelegenheiten, und Vertreter*innen der Zivilgesellschaft (Vertreter*innen von der AG Frieden, vom ÖIZ, vom ENS und vom Kirchenbezirk Dresden Mitte), Teilnehmer*innen der Mahnwache und Touristen, die spontan das Anliegen unterstützten. Es sollte das gemeinsame Einstehen von Stadt und Zivilgesellschaft für eine atomwaffenfreie Welt symbolisieren.

Bis zuletzt war ungewiss, ob es gelingt: aber dann war es ein beeindruckender Moment als die Kranich-Kette mit Hilfe der vielen Menschen diesen symbolischen Weg entlang hochgehalten werden konnte. Und dann kam noch der Wind, der die Kraniche erst recht fliegen lies in der Hoffnung, dass wir einen Mosaikstein auf dem Weg in eine atomwaffenfreie Welt legen können und wir weiterhin alle zusammenstehen.

An anderen Tagen waren weitere Gäste des Mahnwache: der Friedensbeauftragte der ev. Luth. Landeskirche Sachsens Michael Zimmermann, ein Vertreter des Bischofs, der Demonstrationszug von Fridays for Future, wo auch mehrere Vertreter der Mahnwache Redebeiträge halten konnten, und zum Abschluss das MDR-Fernsehen, welches einen Beitrag dazu bei mdr aktuell veröffentlichte (9.8.,21:45)

Das Resümee der AG Frieden war sehr positiv. Erfreulich war, dass sich neben vielen Touristen mehr Dresdner*innen als die vergangenen Jahre für die Mahnwache interessiert haben und immer wieder Menschen interessiert waren, einen Kranich zu falten.

Im nächsten Schritt wollen wir den Bürgermeister und den Stadtrat zur Unterzeichnung des ICAN Städteappells motivieren. Darin wird sich positioniert und die Bundesregierung aufgefordert, dem Atomwaffenverbotsvertrag beizutreten. Dies ist eine Initiative der mit dem Friedensnobelpreis gekrönten internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen. Da die deutsche Regierung nicht beitritt, soll mit dieser Initiative durch die Positionierung von Stadtparlamenten von „unten“ gezeigt werden, dass die Mehrheit der Deutschen für die Abschaffung der in Deutschland gelagerten Atomwaffen ist. Dies wird den Druck auf die Regierung erhöhen, dahingehend zu handeln.

Die Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt Dresden war dieses Jahr auch sehr unterstützend. Sie warb z.B. dieses Jahr mit für die Mahnwache:

https://www.dresden.de/de/leben/stadtportrait/europa/netzwerke/mayorsforpeace/1-mahnwache.php#?searchkey=Mahnwache&searchkey=für&searchkey=atomare&searchkey=Abrüstung&searchkey=Atomare

Annelie Möller

Aktuell

Mahnwache für eine atomwaffenfreie Welt

6. bis 9. August 2019
an der Kreuzkirche, Kreuzstraße


Trau Dich!
#entscheiden

Ökumenischer Gottesdienst zum Stadtfest

Sonntag, 18. August,
11.30 Uhr, Bühne auf dem Theaterplatz


Ökumenisches Friedensgebet

montags, 17 Uhr
Kreuzkirche


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