Neues aus dem Ökumenischen Informationszentrum

Kritik an der Bundeswehr-Plakatkampagne: Wenn es so einfach wäre …

…mit dem Weltfrieden: ein Handwerker kommt, repariert und der Frieden ist wieder hergestellt. Der Werbespruch suggeriert, dass Frieden mit Waffengewalt “repariert“ werden kann und wir diese Aufgabe der Bundeswehr überlassen können. Annelie Möller, Friedensreferentin des Ökumenischen Informationszentrums in Dresden, und Michael Zimmermann, Beauftragter für Friedens- und Versöhnungsarbeit der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsen, stellen sich hinter die bereits andernorts geäußerte Kritik an der Plakat-Kampagne der Bundeswehr.

 

 

 

Für den Frieden braucht es Menschen, die Vertrauen leben und den Mut haben, die Probleme anderer ernst zu nehmen. Nur so ist der notwendige Dialog möglich, um Konflikte gemeinsam und nachhaltig zu lösen. Wenn die Initiatoren dieser Werbeslogans die Begriffe „Gas“, „Wasser“ und „Schießen“ miteinander in Verbindung bringen und dabei an einen “Werner”-Film anknüpfen wollen, wird hier Alltägliches mit “Schießen“ in Verbindung gebracht. Es wird der Eindruck erweckt, wir könnten die beschwerliche Friedensarbeit an einen Dienstleister abgeben. Außerdem weckt der Werbespruch bei vielen böse Erinnerungen an den Einsatz von Chemiewaffen und den millionenfachen Mord in Gaskammern. Die Referentin und der Beauftragte fordern einen sofortigen Stopp der Kampagne. Der Militarisierung unseres Alltags muss widersprochen werden, denn der Beruf einer Soldatin und eines Soldaten ist alles andere als ein Handwerk.

Dresden, 12. Juni 2019 Pressemitteilung von Michael Zimmermann und Annelie Möller

Weitere Pressemitteilung vom Friedensbeauftragten des Rates der EKD Renke Brahms

 

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