Welt Weit Essen – Identität, Begegnung und Souveränität

Welt Weit Essen

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© Gartennetzwerk Dresden

Essen ist so alltäglich, dass wir die dahinter stehenden, oft Jahrhunderte alten Gewohnheiten erst bemerken, wenn wir den sprichwörtlichen Blick über den Tellerrand wagen. Das Essen prägt die kulturelle Identität von Individuen und Kollektiven auf vielfältige und bisweilen unterschätzte Art und Weise. Im Urlaub ergibt sich der erste Kontakt mit Land und Leuten in aller Regel beim Essen. Dieser Neugier und Offenheit will der Zyklus Welt Weit Essen Raum geben. Was haben die Teller von Menschen in anderen Teilen der Welt zu bieten? Welche Bedeutung haben Speisen und Mahlzeiten für sie? Und was passiert, wenn diese Menschen mit ihren Traditionen in unser Land kommen und auf deutsche Gewohnheiten treffen?
Gleichzeitig beobachten wir sowohl in Deutschland als auch in vielen südlichen Ländern einen Wandel iin der Ernährungskultur. Dieser Wandel basiert u.a. darauf, dass lokale Lebensmittelproduzenten dem Einfluss internationaler Großunternehmen weichen. Convenient Food und zuckerreiche Lebensmittel halten Einzug und verdrängen kulinarische Traditionen. Ist das – wie oft erklärt wird – der einzig gangbare Weg in die Zukunft, um den Nahrungsmittelbedarf einer wachsenden Weltbevölkerung zu decken? Welche Handlungsoptionen gibt es, die wir hier vor Ort ergreifen können? Wir laden ein, mit uns gemeinsam diese Fragen zu diskutieren.

Programm

World-Café: Begegnung durch Essen.
Erfahrungen mit Kochveranstaltungen für Geflüchtete

26. Januar 2016, 18:00 Uhr
Stadtteilhaus, Prießnitzstraße 18

Beim gemeinsamen Kochen und Essen ergeben sich Begegnung und Austausch von allein. Das jedenfalls ist die Idee von Kochabenden, die mittlerweile zum festen Bestandteil einer Willkommenskultur für Geflüchtete gehören. Wir laden herzlich alle Initiativen und Akteure ein, die Koch-Veranstaltungen mit Geflüchteten organisieren. Wir wollen die Gelegenheit bieten, sich kennenzulernen und nach der Methode des World-Cafés Erfahrungen und Ideen auszutauschen.

Bitte vorab anmelden unter:
umwelt.oeiz@infozentrum-dresden.de

Ausstellungseröffnung: „Teller mit Wurzeln“ – Nahrung, Alltag, Kunst

4. Februar 2016, 20:00 Uhr
LadenCafé aha, Kreuzstraße 7

Zwei Ausstellungen sind bis April im LadenCafé aha zu sehen: „So essen sie! Fotoporträts von Familien aus 15 Ländern“ von Peter Menzel zeigt Familien aus unterschiedlichen Ländern und die Lebensmittel, die sie in einer Woche konsumieren.

„Botanische Studien“ sind Siebdrucke internationaler Gemüse undAusstellung Obstsorten der Künstlerin Katrin Rapp. Die Drucke sind angereichert mit Assoziationen – verfasst von deutschen und zugewanderten Mitgliedern der Internationalen Gärten in Dresden. In seinem Impulsvortrag „Wir bekamen die Tomate und zurück gab‘s Ketchup“ reflektiert Benedikt Krüger über die Integrations-leistungen zugewanderter Lebensmittel und die ungerechten Seiten des damit einhergehenden Kulturaustauschs.

Musikalisch begleitet wird die Ausstellungseröffnung von dem japanischen Künstler Yasushi Iwai.

 

Gesprächsabend: Zuhause schmeckt‘s am besten!? Internationale Studierende und ihre kulinarischen Biographien

22. Februar 2016, 20:00 Uhr
Katholische Gemeinde St. Paulus, Bernhardstr. 42

Internationale Studierende vom Studienbegleitprogramm Sachsen beleuchten anhand des Themas Essen verschiedene Aspekte ihrer jeweiligen Heimatländer: Wie und was wird im Alltag und bei Festen gegessen? Warum haben sich Essgewohnheiten geändert? Und wie erleben die Studierenden die hiesigen Essgewohnheiten? So eröffnet sich ein anregender Blick auf Lebenswirklichkeiten in verschiedenen gesellschaftlichen Kontexten.

Vortrag und Workshop: Der Einfluss internationaler Lebensmittelkonzerne und ihrer Werbestrategien – Was tun?

12. März 2016, 11:00 – 14:00 Uhr
ÖIZ, Kreuzstr. 7

Dinah Stratenwerth von BLUE 21 e.V. schildert den Einfluss internationaler Lebensmittel-konzerne und deren Werbestrategien auf die Ernährungsgewohnheiten in den ärmeren Teilen südamerikanischer Gesellschaften. Thematisiert wird auch der Zusammenhang mit den Konsumgewohnheiten westlicher Industrienationen.
Im zweiten Teil stehen Alternativen zu der durch Lebensmittelketten und Discounter geprägten Konsummentalität im Mittelpunkt. Mit Initiativen wie Food Sharing, UFER e.V., der Gemüsekoop „deinHof“ und dem Struppener Schellehof diskutieren wir Handlungsoptionen vor Ort.
Bitte vorab anmelden unter:
umwelt.oeiz@infozentrum-dresden.de

 

Filmvorführung: „10 Milliarden. Wie werden wir alle satt?“

22. April 2016, 20:00 Uhr
Kulturkirche Weinberg, Albert-Hensel-Straße 3

Valentin Thurn, Deutschland 2015, Doku, 107 min, OmU
Im Jahr 2050 werden laut Prognosen 10 Milliarden Menschen auf der Erde leben. Die Dokumentation von Valentin Thurn stellt verschiedene Ansätze aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft vor, die darauf abzielen die Ernährungssicherheit der Weltbevölkerung
auch in Zukunft zu gewährleisten.
Im Anschluss an den Film gibt es die Möglichkeit, die im Film vorgestellten Lösungsansätze mit Jan Urhahn, Referent für das Thema Welternährung bei INKOTA e.V., zu diskutieren.

Aktuell

Ausstellungseröffnung

„Under Construction. Daily life in Addis“

6. Okt., 20 Uhr, Café aha, Kreuzstr.7

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„Die Ernt‘ ist da, es winkt der Halm“

Kinderferientage im ÖIZ, 4.-6. Oktober 2016

 


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Ökumenisches Friedensgebet

immer montags
Kreuzkirche
17 Uhr


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