Verschuldung und die Politik der G7

Bild_PlakatEnde Mai treffen sich die Finanzminister der reichsten Industriestaaten (G7) in Dresden. Ein Thema auf ihrer Agenda wird dabei der Umgang mit den Staatsschuldenkrisen in Europa sein. Dabei übersehen die Minister gerne, dass auch in Asien, Afrika und Lateinamerika alte und neue Schuldenkrisen ganze Staaten und Volkswirtschaften bedrohen. Die politischen Reaktionen gleichen sich in allen Schuldenkrisen der letzten Jahrzehnte. Damals wie heute werden bei der „Krisenbewältigung“ eher die Gläubiger und Investoren als die Menschen in den verschuldeten Ländern gerettet. Die Sparzwänge der Staaten treffen zumeist besonders die, die in Armut und ohne soziale Absicherung leben.

 Ausstellung: Geschichten der Schuldenkrise
11. Februar bis 27. Februar 2015

Dreikönigskirche, Hauptstr. 23

Bild_ausstellung_schuldenkrise

Peru, Deutschland, Ungarn – Die Ausstellung von erlassjahr.de zeigt an Beispielen die Ursachen von Schuldenkrisen und politische Handlungsmöglichkeiten. Sie zeigt, dass Staatsschulden kein Schicksal sind, das unabänderlich über Staaten hereinbricht, sondern Ausdruck von Macht- und Herrschaftsverhältnissen – die auch geändert werden können.

 

Von Mexiko bis Griechenland – Schuldenkrisen, alte Rezepte und keine Lösungen?

Ausstellungseröffnung und Vortrag mit Jürgen Kaiser, erlassjahr.de
11. Februar 2015, 18:30 Uhr (Eröffnung) und 19:00 Uhr (Vortrag)
Dreikönigskirche, Hauptstr. 23
Anlässlich der Ausstellungseröffnung wird Jürgen Kaiser von erlassjahr.de in einem Vortrag die aktuelle Zuspitzung von Staatsschuldenkrisen ebenso wie politische Diskussionen um Lösungs­möglichkeiten vorstellen. Dabei soll es insbesondere um das auch von erlassjahr.de geforderte Staateninsolvenzrecht gehen.

 

Solidarität in der Schuldenkrise. Die solidarischen Kliniken in Griechenland

Vortrag der gruppe polar

26. Februar 2015, 20:00 Uhr

Stadtteilhaus Äußere Neustadt, Prießnitzstr. 18

Solidarische_KlinikVor allem Deutschland fordert als Lösung für die Schuldenkrise in Griechenland eine strikte staatliche Sparpolitik. Die Folgen für Griechenland sind Massenarbeitslosigkeit, der Kollaps der staatlichen Sozialhilfe, eine deutlicher Anstieg der Selbstmordrate sowie der faktische Zusammenbruch des Gesundheitssystems.

Der symbolische Protest dagegen – Demonstrationen und Generalstreiks – hat über die Jahre abgenommen. Basisdemokratisch organisierte Strukturen hingegen, die praktische Solidarität gegen Sparpolitik und Ökonomisierung der Gesellschaft setzen, weiten sich aus. Ein Beispiel hierfür sind die solidarischen Kliniken. Allein in Athen gibt es mehr als 15 dieser Einrichtungen. Die ehrenamtlichen HelferInnen und ÄrztInnen behandeln Menschen, die nicht versichert sind: GriechInnen und MigrantInnen gleichermaßen sowie Versicherte, die sich die Zuzahlungen nicht mehr leisten können.

Die solidarischen Kliniken verstehen sich aber nicht als Wohlfahrtseinrichtungen, sondern als politische Akteure. Der Vortrag bietet einen Einblick in die solidarischen Kliniken als Beispiel für den solidarischen Widerstand gegen eine unmenschliche Sparpolitik. Außerdem werden aktuelle Eindrücke zu den Hoffnungen und Erwartungen der ProtagonistInnen der solidarischen Kliniken während der Parlamentswahlen Ende Januar wiedergegeben.

Aktuell

Ökumenische Predigtreihe

Andere Religionen
Predigt: Alexander Neufeld, Pastor der ev.-mennonitischen Freikirche
So., 23. Juli, 15.00 Uhr
im Gottesdienst der Alt-Katholiken
Diakonissenhauskirche, Bautzener Str. 66


Ökumenisches Friedensgebet

immer montags
Kreuzkirche
17 Uhr


Das ÖIZ unterstützt das Bündnis Dresden für alle.

logo_ddfa