Welt Weit Sichten

Welt Weit Sichten – so heißt die Veranstaltungsreihe des Ökumenischen Informationszentrums zu Fragen globaler Entwicklungen und Ungerechtigkeiten. Wir versuchen einen globalen Blick zu werfen auf aktuelle Themen, sei es das Gärtnern, Mobilität, Wohnen, Ernährung etc. Wir wollen einerseits betrachten, welche globalen Auswirkungen unser Handeln hat. Wir fragen aber auch, wie Menschen anderswo in der Welt diese Themen diskutieren und welche sozialen Bewegungen es in verschiedenen Ländern dazu gibt. Welt Weit Sichten eben.

Dazu zeigen wir eine Ausstellung im LadenCafé aha, dessen Speisekarte ebenfalls zum jeweiligen Thema passt. Wir laden zu Vorträgen, Filmvorführungen, Lesungen, Workshops ein, in denen wir über 2 bis 3 Monate ein Thema beleuchten.

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Welt Weit Glauben – Religion zwischen Boom und Bedeutungsverlust

Foto: Sabine Bitter/Helmut Weber

Mit der Ausbreitung moderner Lebensformen verliert Religion an Bedeutung. Diese Annahme mag in Deutschland angesichts der sinkenden Zahl von Kirchenmitgliedern plausibel erscheinen. Im globalen Kontext betrachtet sind Glaube und Religiosität jedoch noch immer wichtige Bezugspunkte für das Leben der Menschen und ihren Alltag. Im Jubiläumsjahr der Reformation macht der Blick über die europäischen Grenzen hinaus eines deutlich: Modernisierung und Säkularisierung bedingen sich nicht überall. Und es sind auch nicht allein die vermeintlichen Globalisierungsverlierer, die ihre Hoffnung in ihre Religion setzen. Gerade in den boomenden Megacities zeichnet sich eine Zunahme religiöser Bewegungen ab.

In dieser Reihe laden wir deshalb ein, die Bedeutung von Religion in verschiedenen Ländern wie Nigeria, Indonesien oder Nepal kennenzulernen. Wir fragen danach, wie Religionen den Alltag der Menschen und ihr Zusammenleben prägen. Oft übernehmen religiöse Organisationen sozialstaatliche Aufgaben. Deswegen schauen wir auch auf den gesellschaftlichen Einfluss. Sind Religionen Hindernis oder Wegbereiter für soziale Veränderungen? Nicht zuletzt stellt sich dort, wo verschiedene Religionen nebeneinander existieren, die Frage, wie ein gutes Zusammenleben der verschiedenen religiösen Gruppen möglich ist.

Kooperationspartner:

Evangelisch-Lutherisches Missionswerk Leipzig, Johanneshof Kultuwerkstätten, Katholische Studentegemeinde Dresden, LadenCafé aha, Misereor, Ökumenekreis Dresden Süd, STUBE Sachsen – Studienbegleitprogramm für Internationale Studierende

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Vergangene Veranstaltungsreihen

Prinzip Hoffnung: Landflucht und Verstädterung weltweit

Menschen wandern vom Land ab in die Städte – nicht nur in Sachsen, sondern weltweit. Seit 2008 leben mehr Menschen in Städten als auf dem Land. Im Jahr 2050 werden 70 Prozent der Menschen Städter*innen sein. Die einen gehen in die nahegelegenen Städte, die anderen überqueren Grenzen und Konti

Foto: Henok Getachew

nente. Immer im Gepäck: die Hoffnung auf ein besseres Leben. Oft endet die Landflucht in informellen Siedlungen an den Stadträndern von Kairo, Rio de Janeiro, Bombay oder einer der anderen Millionenstädte.

Das Leben dort ist hart: keine regulären Trink- und Abwassersysteme, improvisierte Unterkünfte, kein Anspruch auf Schulbildung, Angst vor Gewalt. Und dennoch verlassen die Menschen ihre Dörfer. Doch was bewegt die Menschen das Leben auf dem Land aufzugeben? Was kann dazu beitragen, dieses wieder attraktiver zu machen? Und: Was bedeutet das für die Städte? Welche Möglichkeiten gibt es, in den Städten die Lebensbedingungen für Neu Ankommende zu verbessern? Diesen und weiteren Fragen gehen wir mit der Reihe Welt Weit Sichten nach.

 

WohnHaft in der Stadt? – Recht auf Wohnen weltweit

Jeder Mensch wohnt. Gutes, selbstbestimmtes Wohnen ist eine wesentliche Bedingung für ein gelingendes Leben. Doch weltweit lebt ein großer Teil der Menschheit in ungesicherten

Verhältnissen, wie etwa in informellen Siedlungen am Rande großer Städte. Es fehlt nicht nur an lebenswerten öffentlichen und privaten Räumen, sondern oft an der notwendigsten Infrastruktur.

Kairo Dächer

Städtebauliche Regelwerke sind unwirksam, Abwasser- und Müllentsorgung funktionieren kaum, der Zugang zu Gesundheits- und Bildungssystemen ist oft unzureichend. Trotz dieser Probleme sind Megacities mehr als Armut und Gewalt. Wir werden an Beispielen aus Ägypten, Äthiopien, Kolumbien und Venezuela sehen, wie Menschen sich organisieren und ihr Leben und Wohnumfeld selbst gestalten. Was können wir von diesem Blick über den Tellerrand lernen? Auch hierzulande verändert sich das Leben in den Städten und zunehmende soziale Ungleichheit macht sich durch Wohnungsknappheit, Immobilienspekulation und steigende Mieten bemerkbar.

In dieser Veranstaltungsreihe wollen wir Menschen und Gruppen zusammenbringen, die mitbestimmen wollen, wo und wie sie wohnen – sei es beim Kampf um Mieterrechte, beim Schaffen

von eigenem und gemeinsam genutztem Wohnraum oder beim Einsatz für einen lebenswerten Stadtteil. Nicht zuletzt geht es dabei auch um die Frage, ob und wie wir gemeinsam wohnen wollen.

 

Welt Weit Essen – Identität, Begegnung und Souveränität

Ausstellung

Grafik: Botanische Studien, Katrin Rapp

Essen ist so alltäglich, dass wir die dahinter stehenden, oft Jahrhunderte alten Gewohnheiten erst bemerken, wenn wir den sprichwörtlichen Blick über den Tellerrand wagen. Das Essen prägt die kulturelle Identität von Individuen und Kollektiven auf vielfältige und bisweilen unterschätzte Art und Weise.
Im Urlaub ergibt sich der erste Kontakt mit Land und Leuten in aller Regel beim Essen. Dieser Neugier und Offenheit will der Zyklus Welt Weit Essen Raum geben. Was haben die Teller von Menschen in anderen Teilen der Welt zu bieten? Welche Bedeutung haben Speisen und Mahlzeiten für sie? Und was passiert, wenn diese Menschen mit ihren Traditionen in unser Land kommen und auf deutsche Gewohnheiten treffen?

 

 

Zwischen Verlieren, Kämpfen und Neubeginn. Frauen und Flucht

Welche Wünsche und Bedürfnisse haben geflüchtete Frauen, wenn sie hier ankommen? Wie kann und soll die Situation von Frauen bei der Bearbeitung der Asylanträge, bei der Unterbringung, Vermittlung
in Sprachkurse und Arbeit sowie bei der Gesundheitsversorgung berücksichtigt werden? Acht Veranstaltungen bieten Gelegenheit zur Auseinandersetzung mit dem Thema und zum gegenseitigen Kennenlernen.

 

Geschichten der Schuldenkrise

Bild_ausstellung_schuldenkriseEnde Mai treffen sich die Finanzminister der reichsten Industriestaaten (G7) in Dresden. Ein Thema auf ihrer Agenda wird dabei der Umgang mit den Staatsschuldenkrisen in Europa sein. Mit einer Ausstellung von erlassjahr.de (11.-26.2.2015 in der Dreikönigskirche/ Haus der Kirche) und mehreren Veranstaltungen beleuchten wir dieses Thema.

 

 

Rohstoffe für die Elektromobilität – Klimawende mit Nebenwirkungen

emobilitaet_auto_neu3_mit_rand-CMYK_kleinIn der Reihe Welt Weit Sichten laden wir von Februar bis April 2015 ein, (Elektro-)Mobilität weiter zu denken. Wir diskutieren sowohl rohstoff- und energiepolitische Fragen als auch die philosophisch-kulturelle Dimension von Mobilität.

 

Wir sitzen alle im selben Beet – Urbane Gärten weltweit

urbanGardening_IllustrationKleingärten, urbane Gärten, Gemeinschaftsgärten: Es blüht und wächst – nicht nur in deutschen Städten. Wie gärtnern Stadtbewohner/innen in Detroit, Managua oder Kolumbien? Was können wir voneinander lernen? Und was passiert, wenn Gärtner/innen in ein anderes Land gehen oder gar flüchten müssen? Wie können die Dresdner Gärten sich für diese Migrant/innen öffnen? Diese und viele andere Fragen stellen wir uns in der Reihe Welt Weit Sichten von April bis Juni.

 

Veranstalter:
Ökumenisches Informationszentrum e.V.
01067 Dresden, Kreuzstraße 7

Kontakt:
weltweitsichten[a]infozentrum-dresden.de

Gefördert
aus Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes durch Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst, Misereor, Katholischer Fonds, Freistaat Sachsen

Aktuell

Gottesdienst zu den Interkulturellen Tagen

Sonntag, 24.09.17, 9.30 Uhr

in der Ev.-meth. Emmauskirche,
Katharinenstr. 17,
Dresden-Neustadt

 


Ökumenisches Friedensgebet

immer montags
Kreuzkirche
17 Uhr


Das ÖIZ unterstützt das Bündnis Dresden für alle.

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