Umoja - das Dorf der Frauen Eine Ausstellung mit Fotos von Simone Vach von einer Reise nach Kenia

Am Rande des Samburu-Nationalparks in Kenia liegt Umoja - auf den ersten Blick ein ganz normales Dorf in der afrikanischen Savanne: Einfache Lehmhütten auf trockener roter Erde, Kinder spielen, Ziegen meckern. Und doch ist
hier alles anders: In Umoja leben ausschließlich Frauen! Seit 1990 finden sie hier Zuflucht vor Zwangsehe, Männergewalt oder Genitalverstümmelung. Gemeinsam haben sich die Frauen hier eine neue Existenz aufgebaut und übernehmen ganz selbstverständlich auch traditionell männliche Aufgaben wie Viehzucht oder Schlachten. Eine Provokation für die patriarchal geprägte Gesellschaft der Samburu! Die Frauen von Umoja sind dabei ihren Weg zu mehr Unabhängigkeit und Selbstbestimmung zu finden.
Umoja bedeutet „Einheit“ auf Suaheli und das ist es auch, was die Frauen hier finden. Im Gemeinschaftshaus oder unter der großen Akazie im Zentrum des Dorfes kommen sie regelmäßig zusammen, um sich auszutauschen. Gemeinsam versuchen sie, das Schreckliche, was jede einzelne von ihnen erlebt hat, zu verarbeiten. „Wir wollen, miteinander Spaß haben, so vergessen wir den Ärger“, sagt Rebecca Lolosoli, die Gründerin des Dorfes. „Keine
Demütigung mehr für diese Frauen. Nur noch Respekt!“ Niemals wieder sollen Frauen missachtet oder misshandelt werden – so ihre Forderung.
Die Fotografin Simone Vach war 2007 zu Gast im „Dorf der Frauen“ in Kenia und lebte einige Zeit mit Ihnen zusammen. Rebecca Lolosoli, die Günderin des Dorfes, wird im September in Deutschland sein und wir werden sie zu unserer Ausstellungseröffnung im Ladencafé aha begrüßen können.
Ausstellung vom 16. September 2008 bis 10. Januar 2009 , täglich von 10-24 Uhr
|