Seminar, 11.-13. Juni 2010, Schmannewitz bei Leipzig
Wie können wir nachhaltig leben und wirtschaften?
Der Begiff „Nachhaltigkeit” wird inzwischen so inflationär wie allgemein gebraucht, um die Qualität eines Sache, einer Theorie, eines Ansatzes möglichst aufmerksamkeitsheischend und „gewinnbringend” zu beschreiben. Dabei gerät zunehmend aus dem Blick, was ursprünglich damit gemeint war. Der sächsische Oberberghauptmann Hans Carl von Carlowitz prägte den Begriff 1713, um damit zu beschreiben, dass der Bergbau aus der Forstwirtschaft (als der damaligen Zulieferindustrie) nur soviel Holz entnehmen dürfe, wie jeweils nachwachsen könne. Was heißt ein solches Denken, übersetzt in unsere heutigen Zusammenhänge? Was heißt es in der weltweiten Binnenwirtschaft und Verflochtenheit? Wer definiert eigentlich das „nur soviel” heute? Welche Interessen können dahinter stecken, wenn „Nachhaltigkeit” nun sogar auf die Finanzwirtschaft angewendet werden kann?
Wie begegnet uns der Begriff, wie wird er in Euren Sprachen und Ländern verwendet, was hilft er, zu erklären, oder wo verschleiert er eher?
Wie können wir nachhaltig leben und wirtschaften?