Studienbegleitprogramm für Studierende aus Afrika, Asien, Lateinamerika und Südosteuropa
an Hochschulen in Sachsen in Trägerschaft des Ökumenischen Informationszentrums Dresden e.V.
Menschenrechte sollen universell und unteilbar für alle Menschen gelten. Dass dieser Anspruch nicht realisiert ist, können wir täglich den Nachrichten entnehmen. Berichtet wird von Folter, Abwesenheit der Pressefreiheit in vielen Ländern, Unterdrückung der Frau und vielen anderen Menschenrechtsverletzungen. Doch welches sind die wichtigsten Rechte, die jeder Mensch genießen sollte? Welche Rechte sind für ein friedliches Zusammenleben zwingend notwendig? In dem auf der Aufklärung und dem Humanismus basierenden Menschenrechtsdiskurs werden die bürgerlichen und politischen Rechte an erste Stelle gerückt, teilweise sogar als einzig „echte“ Rechte begriffen. In Ländern, in denen Vertreibung und Hunger präsent sind, erfahren wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte hingegen mehr Aufmerksamkeit. Inwiefern kann davon gesprochen werden, dass Menschenrechte unabhängig von historischen, kulturellen, sozialen und religiösen Umständen gelten?
Im Seminar wird die Diskussion über die Bedeutung der einzelnen Menschenrechte angeregt. Verdeutlicht wird diese exemplarisch an der Menschenrechtssituation in verschiedenen Ländern. Vorgestellt werden die Menschenrechts-Charta sowie die Arbeit vonMenschenrechtsorganisationen. Es werden Möglichkeiten diskutiert, den Anspruch allgemein gültiger Menschenrechte zu realisieren.