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Studienbegleitprogramm für Studierende aus Afrika, Asien, Lateinamerika und Südosteuropa
an Hochschulen in Sachsen in Trägerschaft des Ökumenischen Informationszentrums Dresden e.V.
 
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Wie "fair" ist der Faire Handel?

 
Eine kritische Bestandsaufnahme

Tagesseminar, 15. Januar 2010 in Dresden

Unter Fairem Handel ist kontrollierter Handel zu verstehen, bei dem für die gehandelten Produkte Erzeugerpreise über dem jeweiligen Weltmarktpreis angesetzt werden. Die Produzenten sollen dadurch ein höheres und verlässlicheres Einkommen erhalten. Internationale Sozialstandards sollen erfüllt werden. Den Fairen Handel gibt es seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, initiert im „Norden”. Zunächst eine Randerscheinung und auf wenige landwirtschaftliche Produkte und Produkte des traditionellen Handwerks beschränkt, ist die Produktpalette inzwischen deutlich umfangreicher. Neben landwirtschaftlichen Produkten und (traditionellem) Handwerk werden z.B. auch im Tourismus faire Bedingungen angestrebt. Die Entwicklung von Fair-Trade-Siegeln brachte fair gehandelte Produkte aus der Nische der Weltläden in die Supermärkte und erhöhte den ihren Marktanteil. Doch wie fair ist der Faire Handel? Wer profitiert davon? Ist es möglich, durch fairen Handel mehr Gerechtigkeit im „sonstigen“ Handel zu erreichen? Welche Kompromisse werden (inzwischen) eingegangen? Was bedeutet „Fairer Handel” und „Fairer Konsum” in den Erzeugerländern? Diese und andere Fragen will das Seminar an Beispielen diskutieren.

 
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